Motorradtour - Island - Motorräder Im Hochland

Motorradreise Offroad Island

Island, das Land der Trolle, Elfen und Gnome, ein riesiges Lehrbuch geologischer Aktivitäten direkt zum Anschauen, ein Land der Gegensätze, heisser Quellen, einsamer Weiten und faszinierender Landschaften und natürlich: ein riesiger Spielplatz für Offroadfahrer.

Wer schon immer mal mit dem Motorrad nach Island wollte, die einsame Weite und die Gewalt der Natur und des nordischen Wetters hautnah erleben wollte, Islands Hochland mit dem Motorrad erfahren wollte, sich nicht davor scheut, Flüsse zu furten und nebenbei Island mit seinen Naturschauspielen kennenlernen wollte, ist bei dieser Tour genau richtig.

Reisebeschreibung:

Auf dieser Reise wollen wir mit euch insbesondere das Hochland von Island erkunden. Aber natürlich werden wir die anderen Top-Highlights von Island auch besuchen. Und konkret haben wir das mit euch vor:

  1. Tag: Ankunft in Reykjavik

Schon beim Landeanflug auf Keflavik, lohnt sich ein Blick aus dem Fenster: so weit das Auge reicht schwarze Lava. Von dem dann doch ganz normal wirkenden Flughafen holen wir dich ab und fahren nach Reykjavik in unsere Unterkunft. Nun bleibt Zeit für einen Stadtbummel durch Reykjavik oder ein Besuch der Blauen Lagune, das berühmte geothermale Schwimmbad vor den Toren Reyjkaviks. Und zugleich ist dies die letzte Chance noch etwas für den Teint zu tun, bevor es dann ins unwirtliche Hochland geht.

2. Tag: Golden Circle

Wir verlassen Reyjavik und fahren zum warm werden überwiegend auf Asphaltstrassen zum Golden Circle, das klassische Trio Islands: Thingvellir, Gullfoss, Geysir. Der erste Stop ist Thingvellir, die Parlamtsebene, eine weite grüne Ebene mit dem Thingvallatn, einer der grössten Seen Island. Hier können wir historische Luft schnuppern: in alten Zeiten trafen sich hier einmal pro Jahr die Häuptlinge der einzelnen Stämme, um wichtige Entscheidungen zu besprechen, heute ist es die Sommerresidenz des isländischen Präsidenten. Den alten Wikingern war es sicher nicht bewusst, als sie diesen Platz als Treffpunkt wählten, aber die Besonderheit an dieser eindrucksvollen Ebene ist, dass man dort auf der eurasischen und nordamerikanischen Kontinentalplatte steht, dem sogenannten mittelatlantischen Rücken. Weiter geht es zum Gullfoss, dem goldenen Wasserfall, und gleichzeitig Islands bekanntester Wasserfall. Tosend und lärmend stürzen sich die Wassermassen über 2 Klippen in die Tiefe, bei schönem Wetter erstreckt sich ein Regenbogen quer über den Wasserfall. Etwas ruhiger, aber nicht weniger spektakulär wird es beim nächsten Ziel, dem Geysir, nur ca. alle 10 Minuten schiesst die heisse Fontäne aus der Erde. Gleichzeitig haben wir unseren Übernachtungsort erreicht. Es bleibt noch Zeit für eine Erkundungstour im Geysirgebiet und natürlich für den täglichen Programmpunkt: der Hotpot.

3.-6.Tag: Hochland, die Erste

Nach der ganzen Kultur ist es nun an der Zeit, dass wir schauen, was unsere Motorräder wohl so alles können: also auf ins Hochland. Wir durchfahren einsamen Weiten, treffen auf die ersten Flüsse, die gefurtet werden wollen, fahren an verschiedenen Lavaformationen vorbei, zwischenzeitlich gesäumt von Gletschern und erloschenen Vulkanen, wir sehen Lavahöhlen an, kommen an dem ein oder andern Wasserfall vorbei, durchqueren die Arnarvatnsheidi, eine Hochebene mit unzähligen Seen, nächtigen an einem kleineren Geothermal-Gebiet und werden permanent von einer unwirtlichen Einöde begleitet. Kein Wunder, dass sich in früheren Zeiten die Ausgestoßenen hierher geflüchtet haben. Es geht bergauf und bergab, über Schotter, Sand, Steine, Geröll und durch Flüsse bis wir im Norden Islands auf die Küste stossen und zur Myvatn-Region fahren.

  1. Tag: Myvatn

Heute ist ein ruhiger Tag, zumindest für diejenigen, die dies gern möchten. Wir bleiben in der Myvatn Region: blubbernde Quellen, überall raucht, zischt, sprudelt und dampft es, es riecht nach Schwefel, im Hintergrund der Myvatn-See – Geologie live. Wir befinden uns wieder auf dem mittelatlantischen Rücken, was erklärt, warum es viele geothermische Aktivitäten gibt, bzw. diverse Auswirkungen früherer vulkanischer Aktivitäten. Die Gegend um den Myvatn-See ist voll geologischen Anschauungsmaterials: z. B. der Hverfjall-Krater (ein Vulkankrater), Dimmuborgir (die dunklen Burgen, entstanden aus dem Zusammenprall heisser Lava auf ein Sumpfgebiet), das Solfatarenfeld um Namaskard (aktives Vulkangebiet) und das Kraflagebiet. Darum bleiben wir hier und erholen uns von den letzten Tagen. Wer mag entspannt den ganzen Tag mit einem kühlen Bier in der warmen Quelle oder aber erforscht die Region. Die ganz Unruhigen können natürlich auch wieder aufs Motorrad und schauen, was die Schotterpisten mit Küstenview so hergeben. Alternativ ist es auch möglich auf Whalewhatching-Tour zu gehen.

8-11. Tag: Hochland, die Zweite

Erholt, fit und hoffentlich ohne Kater geht es wieder ins Hochland. Wir fahren über abwechslungsreiche Pisten vorbei an ausgedehnten Kies-, Sand-und Lavawüsten, an moosbewachsenen Lavaformationen, einsamen Weiten, in der Ferne taucht der Herdubreid, ein auffälliger Tafelvulkan auf, wir nehmen ein Bad in dem Vulkankegel Askja, werden zwischenzeitlich vom Vatnajökull, Islands grösstem Gletscher begleitet, furten unzählige Flüsse und durchfahren endlos erscheinende Moränenlandschaften. Langsam ändert sich die Landschaft, die Hügel werden sanfter, die Berge farbiger, zwischendrin sind aber noch immer einzelne Schneefelder zu sehen, aber sogar Wollgraswiesen tauchen auf und moosbewachsene Lavafelder werden häufiger. Wir erreichen die Landmannalaugar, die bunten Berge Islands, bzw. der Landstrich mit dem grössten Rhyolitvorkommen (ein bestimmtes vulkanisches Gestein, das durch den Kontakt mit vulkanischen Gasen und Dämpfen verschiedene Farben annimmt). Da die Berge viel zu beeindruckend sind und es eine natürliche heisse Quelle gibt, bleiben wir über Nacht und erholen uns ein wenig von den letzten Tagen in dem rauhen Hochland. Bevor wir endgültig Abschied vom Hochland nehmen, besuchen wir noch die Eldgja, die Feuerschlucht, eine eindrucksvolle lange Schlucht, und gleichzeitig die längste Vulkanspalte der Welt.

12.-14. Tag: 

Nun haben wir schon viel von Island gesehen, aber noch lange nicht alles: über eine ruckelige Piste lässt sich die eindrucksvolle Lakispalte (eine riesige Erruptionsspalte) erreichen und belohnt jeden für die Mühe mit grandiosen Ausblicken, ein altes Wikingergehöft liegt auf unserem Weg, ebenso der Eyjafjallajökull (die Ursache für das Flugchaos 2010), umtoste Küsten und Klippen, schwarze Sandstrände, optional der Vatnajökull (der Gletscher mit dem grössten Eisvolumen) und natürlich noch der ein oder andere Wasserfall. Und wer weiss, vielleicht sehen wir noch einen Troll….?

Voll mit Eindrücken und mit ca. 1.600 km in den Knochen machen wir uns auf den Weg zurück nach Reykjavik. Wer Energien hat, stürzt sich noch einmal in das quirlige Nachtleben von Reykjavik oder entspannt in der Blauen Lagune bevor wir euch zum Flughafen bringen und es Abschied nehmen heisst.

Schlusswort zur Island Reise:

Geeignet ist diese Tour für Motorradfahrer mit Offroaderfahrung und jede Art von Enduro. Wir werden viel Offroad unterwegs sein (Schotter, Sand, Steine, Kies, bergauf und –ab und viele Flüsse furten), aber es wird auch immer wieder Onroad Strecken geben. Die gesamte Tour ist als Campingtour konzipiert und begleitet werden wir von einem Geländewagen.

Wer mag, fährt mit uns und den Motorrädern (21 Tage Tour) gemütlich mit der Fähre von Dänemark nach Island, bevor wir uns in Reykjavik treffen und mit den Teilnehmern, die die 14 Tage Tour gebucht haben, durchstarten.
Alternativ könnt ihr auch nach Island fliegen und wir übernehmen den Motorradtransport von Tübingen über Frankfurt, Hannover, Hamburg, bis nach Reykjavik.

Island ist die größte Vulkaninsel der Erde, Reykjavik ist die nördlichste Hauptststadt der Welt, der größte Gletscher Islands, der Vatnajökull, ist gleichzeitig der Gletscher in Europa mit dem größten Eisvolumen (seine Eiskappe ist bis zu 1000m dick) und flächenmässig ist Island der zweitgrösste Inselstaat Europas (der Größte ist das Vereinigte Königreich). Man verschätzt sich sehr schnell in den Dimensionen! 14 Tage ist zwar eine gute Zeit um Isand zu sehen, doch es leibt eben auf Grund der Größe „nur“ ein Ausschnitt.

Möchte man Island in Zahlen beschreiben, sieht das so aus: Fläche 103.125 km2, davon sind 2.796 km2 Wasserfläche, die höchste Erhebung ist der Hvannadalshnukur (Teil des Vatnajökull) mit 2.110 m, 11% der Insel sind mit Eis bedeckt, das Strassennetz beträgt 13.004km, wovon zum Glück nur 4.331km asphaltiert sind, es gibt auf Island keine Autobahnen und keinen Schienenverkehr und die gesamte Einwohnerzahl beträgt 330.610, das macht eine Bevölkerungsdichte von 3.2 Einwohner/km2, wobei ungefähr die Hälfte der Einwohner in Reykjavik und deren Nachbarregionen wohnen. Dass heißt, dass wir auf Grund der Infrastruktur zum Großteil Campen werden und aus der Expeditionsküche versorgt werden.

Soweit zu den Zahlen, Daten und Fakten, doch Island ist auch das Land der Trolle, Elfen und Gnome, ein riesiges Lehrbuch geologischer Aktivitäten direkt zum Anschauen, das Land der Vulkane, Geysire, Gletscher und geothermischer Gebiete, ein Land der Gegensätze, der Herausforderungen, heißer Quellen, Wasserfälle, einsamer Weiten, endlos erscheinender Lavawüsten und Moränenlandschaften, ein Land des Wassers, unberührter Regionen, ein Land mit einem Hauch Magie und jeder Menge Abenteuer, ursrpünglicher Natur, faszinierenden, teilweise surreal anmutenden (Fantasy-) Landschaften. Seien wir uns bewusst, dass es ein Luxus ist solch eine vielversprechende Insel mit dem Motorrad und dem Geländewagen zu bereisen! Na dann, gönnen wir uns den Luxus, solange es noch geht, willkommen bei der Motorrad Expedition ISLAND!

All unsere Reisebeschreibungen sind als Tourvorschlag zu verstehen. Der genaue Reiseverlauf kann an die jeweils aktuellen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden, wobei wir natürlich stets bemüht sind den beschriebenen Reiseverlauf einzuhalten.

Leistungen:

  • Technischer Support und Schrauber- Unterstützung bei Pannen
  • Gepäcktransport mit dem Expeditions Support Geländewagen
  • Gesetzlich vorgeschriebener Reise-Sicherungsschein
  • Frühstück & Abendessen aus der Expeditionsküche
  • Motorradtransport inkl. Steuern und Verladekosten
  • Tourmappe & Packliste zur Islandexpedition
  • Fachkundiger deutschsprachiger Tourguide
  • Expeditions Begleitfahrzeug inkl. Co Guide
  • Campground & alle Übernachtungen
  • Zweiter Tourguide ab 10 Personen
  • Insolvenz und Ausfallabsicherung

Nicht inkludiert:

  • Alles, was in der Leistungsbeschreibung nicht aufgeführt ist
  • Verlängerung der Motorradreise auf die Färöer Inseln.
  • Mietgeländewagen oder Motorrad
  • Restaurantbesuche und Alkohol
  • Flüge
 Tourveranstalter: Overcross
Tourguide: Judith Sander
*Pflichtfeld / Required

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